Montag, 11. Dezember 2017

Lawinenstart....

Manchmal tritt man eine Lawine los,
ohne zu ahnen wie gross die Auswirkungen werden können.
Genau so erging es uns
als wir den Satz:
"Du hast das Wissen
und ich kann Büro..."
in die Tat umsetzten.
 
Und manchmal erkennt man erst viel später,
dass man gewissen unangenehmen Erlebnissen
Dankbar sein muss,
weil sie eine Veränderung hervorbringen können.
 
Rückblick
 
Schatz war in seiner Freizeit Kursleiter, Vizepräsident
und Platzwart in einem Hundeverein,
in dem....
heute würde man es Mobbing nennen....
 dies in all seinen möglichen Varianten bis auf die Spitze trieb. 
 
Sogar ich war davon betroffen,
obwohl ich mit dem Verein als Passivmitglied
und hie und da kleiner Jobs als Layouterin der Zeitschrift,
kaum was zu tun hatte.
Ach doch - ich bemalte ja immer wieder Kleidungsstücke
und durch das bekam ich natürlich ganz schön viel mit.
 
Eines Nachmittags betrat an meiner Arbeitsstelle
eine Kundin den Laden.
Mit den Worten:
"Darf ich ihnen behilflich sein?"
trat ich an sie heran.
Sie guckte auf mein Namensschild,
blickte mich dann von oben bis unten an
und sagt in einem lauten sehr unangenehmen Tonfall:
"Aaaahhh! Sind sie die Frau von ...."
Dabei nannte sie den Namen meines Mannes.
Ich war etwas baff und gab mit einem Lächeln zur Antwort:
"Ja - wieso? Kennen sie ihn?"
 
"Ich"
Ihr Tonfall wurde noch um eine Lautstärke hochgedreht.
"Ich - nein Gott bewahre.
Da hört man ja Dinge über den
und wie er sich im Verein benehmen würde...
So jemanden möchte ich nicht persönlich kennen."
Machte rechts umkehrt und verschwand aus dem Geschäft.
 
Es war toten Stille.
Die Anwesenden Kollegen, meine Chefin
und die Kunden sahen mich an,
als wäre ich ihnen nun eine Erklärung schuldig.
Es sah so aus als würden mich die Blicke ohne Worte fragen:
"mit was für einem Monster bist den du verheiratet."
Meine Chefin streckte ihren Rücken durch,
wippte auf die Zehenspitzen und zurück
(das tat sie immer wenn was unangenehmes anstand)
zeigte mit dem Finger auf mich
und sagte:
"Angel - kommen sie in mein Büro"
 
"Was war denn da eben los?"
Wollte sie wissen.
Ich fühlte mich wie in einem echt schlechter Film,
 in dessen Hauptrolle ich nicht stecken wollte.
Doch ich tat es.
Sie sagte weiter,
dass sie sowas unangenehmes
 nicht nochmals in ihrem Laden dulden wolle.
"Wir sind eine anständige Boutique"
Als hätte ich mir diese Person bestellt. Pha!
 
Als ich aus dem Büro trat wartete Rita,
eine bislang liebenswerte Kollegin vor der Tür.
Nahm mich beim Arm
 und zog mich um die Ecke in eine Nische.
"Dann ist es also wahr?"
zischte sie mit neugierigen Augen
"Was wahr?"
Ich wusste nicht von was sie sprach.
"Na! Das dein Mann fürchterliche Probleme im Verein macht?
Ihr Blick glich dem von Kaa der Schlange aus dem Dschungelbuch.
"Was für Probleme?"
 
Sie erzählte,
er sei unfreundlich zu Mitgliedern, würde Leute beleidigen...
ach! weisst du was lieber Leser und liebe Leserin,
denk dir was aus...
Denn sie hat nichts an Möglichen Gemeinheiten ausgelassen.
 
"Neeeeeeiiiiiiiin!"
Das ist doch alles nicht wahr!
schrie ich sie an.
Das wird ihm nachgesagt,
weil jemand anders seinen Job möchte
und man ihn weg haben will.
Ich war fix und fertig,
denn ich hatte an ihrem Gesichtsausdruck gesehen,
dass sie mir nicht geglaubt hat.
 
Das Ganze Desaster hatte vor etwa einem Jahr begonnen
und nun schien es,
dass es den Höhepunkt erreichte.
Mein Mann, der immer wirklich für jeden ein Ohr hatte.
Immer einsprang wenn was war.
Humorvolle Hundestunden durchführte
und sich für nichts zu schade war,
wurde so gemein behandelt.
Was kann man bloss dagegen tun?
 
Fast hätte ich vor lauter Problemlösungssuche,
 auf dem Nachhauseweg meine Haltestelle verpasst.
Wie kann ich ihm nur helfen
und wo führt das Ganze hin?
Schon oft hatte ich mit ihm darüber gesprochen.
Vor allem als eine heimliche Unterschriftensammlung gegen ihn stattgefunden hatte.
Von einer, DER Person ins Leben gerufen,
die ihn mit allen Mitteln weg haben wollte.
Jemand spielte uns dieses Blatt zu.
Darauf waren Namen zu lesen,
die mit uns befreundet waren...
das tat echt weh.
Und es machte mit schlaflose Nächte.
Schatz sagte immer:
"Eines Tages hört das schon auf.
Ich gebe nicht einfach auf.
Denn ich habe nichts unrechtes getan.
Ich halte durch.
Die Gerechtigkeit wird siegen."
 
Doch manchmal zeigt sich die Gerechtigkeit erst,
wenn man einen anderen Weg eingeschlagen hat.
Mein Motto:
"Suche einen Weg auf dem du glücklich gehen kannst."
 
An diesem besagten Abend gab es lange Gespräche
und wir waren uns diesmal einig,
manchmal bringt Kämpfen
und das warten und hin arbeiten auf Gerechtigkeit, nichts.
Wir nutzen ab sofort unsere Energie um etwas anzubieten,
das uns gefällt und so wie es uns gefallen würde.
Das war unser neues Ziel.
 
Am nächsten Tag schrieben wir unseren Austritt,
gaben den an einer Vereinsversammlung kund
und verliessen unter Klatschen einer kleineren Gruppe von "Mobbern"
den Raum.
Es war echt beschämend das Menschen so sein können.
 
Draussen nahmen wir uns in den Arm
und sagten
"Und nun beginnt etwas neues ohne Stress"
 
Ich entwarf Flyer,
Wir organisierte Material
Es war kurz vor Weihnachten...
und als hätte der liebe Gott unsere Situation gesehen
und gedacht:
"Also ein bisschen unter die Arme greifen,
haben sie nun echt verdient."
fanden wir auf unserem Sonntagsspaziergang,
 das Gespräch mit einem Herrn,
der uns sein Gelände für jeweils Sonntag vermieten wollte.
Das es Abschüssig lag,
was soll`s - Hauptsache Unabhängig
und Schatz sagte:
"So bleibt die Wiese nach Regen nicht lange zu nass."
hihihihi!

Es war also die selbe Jahreszeit wie jetzt
nur Anno 1998
als ich in verschiedenen Einkaufläden,
Supermärkten und der Post,
Ein Schreiben mit Abreisszettelchen aufhing.
 
Darauf war unter anderem zu lesen:
Welpenspiel- & Prägungsstunde
 für Hunde bis zur 16. Lebenswoche
4Beiner mit ihren 2Beinern herzlich willkommen.
Für nähere Auskunft wählen sie Bitte die Nummer....

Ob und wann jemand anrief?
und wie es mit uns weiter ging...
Das erfährst du schon Bald 
 


Sonntag, 10. Dezember 2017

Himmlisch...

"Ihr Antlitz flammte lebhaft,
ihr Gefieder war lauteres Gold;
sonst waren sie so weiss,
dass nie auf Erden fällt solcher Schnee hernieder."

- Dante Alighieri -
 
 
Auch wenn hier von Engeln die Rede ist,
erinnert mich dieser Satz an die Geschichte,
welche ich vor wenigen Tagen
von meiner Freundin über Whats app vorgetragen
erhalten habe.
 
Darin erzählte sie,
 wie die kleinen Regentropfen,
ihr Festtagskleid anzogen
und tanzend vom Himmel auf die Erde niederschwebten.
Schneeflocken wurden mir,
 in ihrer schönsten Form beschrieben.
Einfach HIMMLISCH!
 
Gestern als es dann so stark schneite,
stand ich am Fenster
und rief mir die Geschichte in Erinnerung
und sie zauberte mir ein Lächeln auf die Seele.
Danke A...


Samstag, 9. Dezember 2017

Engel...

Wauuuuuuuu!
Was für ein Wahnsinn!!!
 
 Sozusagen über Nacht,
 wurde die
20`000er
Besucher Marke
zu meinem Blog geknackt.
 
Aus vollstem Herzen bedanke ich mich bei Dir
für deine Treue & das Interesse.
Nach längerem Überlegen für die passenden Worten,
ein Dankeschön das meinen Gefühlen entspricht...
fand ich diesen Teil eines Poesiealbum Spruches treffend.
 
Für jeden Engel leuchtet ein Stern
und deinen sehe ich besonders gern."
 
 
Freue mich auf Weiteres mit Dir...
und wünsche Dir einen bezaubernden Adventsabend.
 
 


Freitag, 8. Dezember 2017

tolle Aufträge...

Was für ein Glück,
 das man bei Erzählungen aus der Vergangenheit,
so ganz einfach einen Zeitsprung machen kann.
Du erinnerst Dich an meine Kreativ- & Marktstand Erzählungen.
So nehme ich Dich bei der Hand -
wenn Du das denn willst
und führe dich in meine Vergangenheit.
 
Und HOPP!
Ein Sprung - Wir schreiben das Jahr 1997.
Frühjahr
 
Ich arbeitete nach wie vor 50% in einem Angestellten Verhältnis.
In der Freizeit füllten mich meine üblichen Pflichten als Hausfrau,
unser Hund, manchmal der Verein
und das Kreative Werken zur vollsten Zufriedenheit aus.
 
Wir hatten pro Jahr zwischen 4 - 6 Markttage,
die wir erfolgreich absolvierten.
Unterdessen haben wir ein Wanderlager Patent
 (von 1875 - hihihihi) beim Kanton beantragt
und nach einer Prüfung auch erhalten.
Mit diesem Amtlichen Schreiben,
 standen wir Rechtlich auf der sicheren Seite.
 
Ich war so glücklich mit dieser Art von Kreislauf,
welche dieses Hobby,
in dieser Form hervor brachte.
Ich werkte - verkaufte zu fairen Preisen
und das Geld floss in neue Kreativ Materialien
sowie Markt- & Ateliergebühren,
ganz selten auch ein Kursbesuch.
Manchmal lag auch ein gutes Nachtessen in einem schicken Lokal drin.
 
Meine fein säuberlich geführte Buchhaltung verriet,
 dass ich immer so viel verdiente,
dass es sich in der Waage hielt.
Ich hätte niemals davon leben, geschweige reich werden können.
Doch wollte ich auch nicht eine Produktionsmaschine werden.
Mich nur mit Materialien beschäftigen die mir lagen.
Neues ausprobieren
und hin wieder lehnte ich einen Auftrag auch ab.
Ich wollte frei und ungebunden sein.
So wie ich das immer,
in meinem ganzen Leben angestrebt hatte.
 
Es flatterten interessante Aufträge ins Haus.
So lernte ich Frau S. kennen.
Sie war mir schon oft aufgefallen,
wie sie mit ihrem Fahrrad in unserem Quartier unterwegs war.
Die kleine quirlige Frau brauste oft an mir vorbei.
Ihr Markenzeichen -
ganz kurze schwarze Haare,
immer Shirts, Jacken oder Pullover mit Mickey Mouse Motiv
und ihr Ruhrpott Dialekt.
 
Eines Tages stand sie an meinem Stand
und betrachtete meine Artikel.
Erfreute sich an den gestrickten Baumwoll Kinderpullovern,
 welche z.B. mit Elefanten,
 in abstehenden Tutu bestickt worden waren.
Oder den Shirts mit den Hundemotiven.
 
"Können sie mir auch sowas malen"
War ihre Frage
"Ja gerne.
Was stellen sie sich denn genau vor?"
So meine Frage
"Ach ich liebe Disney Figuren oder ähnliches,
Teddy Bären und meine Hunde."
gab sie mit einem fröhlichen Gesichtsausdruck an.
 
"Ja - das ist kein Problem,
Sie müssten mir nur entweder ein Shirt bringen,
oder mir ihre genau Grösse angeben.
Dann male ich ihnen darauf was ihr Herz begehrt."
 
In diesem Moment sah Frau S. einen Schirm,
 welchen ich für eine Kundin reserviert und beiseite gestellt hatte.
"Ach - Schirme bemalen sie auch...?"
Ich zeigte ihr das Katzenmotiv darauf.
"Ich kann fast alles bemalen"
 
"Ok!"
sagte sie mit einem nachdenklichen Gesicht
"Katzen habe ich auch noch 3"
erzählte sie.
"Wissen sie was...
ich komme morgen noch einmal"
Sagte und verabschiedete sich.
 
Am nächsten Tag stand Frau S. wieder an meinem Tisch.
"Ich möchte gerne, dass sie mit meine Scheiben von meiner Wohnung bemalen.
Ist das machbar?"
Und bevor ich antworten konnte,
sagte sie:
"Am Besten kommen sie bei mir vorbei und verschaffen sich einen Eindruck."
 
Lieber Leser, liebe Leserin,
Ich nehm dich nun wieder bei der Hand und mache
HOPP!
 
3 Wochen später -
stand ich bei Frau S im Wohnzimmer auf einer Leiter
und bemalte eine grosse Glasfront.
Ich erinnere mich wie heute an mein erstes Motiv an diesem riesigen Fenster.
Bambi auf einer Wiese,
im Hintergrund Wald,
  Klopfer den Hasen.
Sonne - Blumen und Schmetterlinge
von diesen hatte sie sich viele gewünscht durften nicht fehlen.
Es herrschte eine besondere Stimmung.
Ein bisschen so,
wie wenn man als Kind auf das Christkind gewartet hat.
Frau S. brachte mir Kekse, Tee
und kam und verschwand wieder
und kam und verschwand wieder.
 
Bis das Werk fertig war.
Sie war so glücklich darüber,
dass ihr ein Träne über die runden Wangen lief.
Ich war ergriffen.
 
Ich erhielt sofort eine "Festanstellung"
Frau S. hat ab da darauf bestanden,
 mir die Farben
plus einen wirklich guten Stundenlohn zu bezahlen.
 
Ich glaube es waren fast 2 Jahre
wo ich alle 2 Monate zu ihr geladen wurde
um wieder alles bunt zu machen.
Was für ein toller Auftrag.
Ich ging wirklich gerne hin.
Sogar als wir eine Art Freundschaft hatten,
bestand sie darauf mich weiterhin zu entlöhnen.
"Du glaubst nicht,
 wie viel Freude du mir mit den bunten Fenstern machst
und was für ein Spass das ist,
wenn den Nachbarn über meine Art der Fenster Gestaltung
wieder der Kinnladen runterfällt."
Gestand sie lachend.
 
Ich weiss nicht warum...
doch habe ich Dummerweise nie ein Foto davon gemacht.
Es war halt damals echt noch nicht so wie heute,
wo man soviel knippst.
Schade...
 
Die Marktgeschichte war die eine...
Die Spezial Aufträge eine andere...
und dann war da noch der Hundeverein...
Dort war mein Talent plötzlich auch mehr denn je gefragt.
Ich entwarf ein neues Logo,
dass in Autoaufklebern, Buttons, auf Shirts
und Jacken erschien.
kreierte nebst Texten für die Vereinszeitschrift
auch ein Cover
und bemalte auch dort Shirts, Hosen, Jacken, Schirme, Mützen
und Taschen.
und und und...
eines Tages sprach mit jemand an,
ob ich ihr nicht für die Hochzeit ihrer Tochter
eine Art Bilderabfolge malen könnte
und einen Text dazu entwerfen.
 
Wie immer hatte sich auch herum gesprochen,
dass ich für Geburtstage Karten mit hübschen Motiven und Texten,
Gedichte oder witzige Slogans entwarf.
Was soll ich sagen...
Mein Auftrag wurde in 6 Wochen an besagter Hochzeit vorgetragen.
In Liedform besangen die Brauteltern,
mit meinem Text und mit 12 Bildern das Leben der Braut.
Ich kann Dir sagen,
dass war eine der schwersten Arbeiten die ich bis dahin machen durfte.
Aber so schöööön!
Denn zum Dank liessen die Auftraggeber das Ganze filmen
und zeigten mir die Aufnahme bei einem späteren Treffen. 
Als ich darauf die glücklichen Gesichter sah,
wurde es mir ganz warm ums Herz.
Und ich war auch ein bisschen stolz.
 
1999
Am 1.1.
wurde das ins Leben gerufen,
was mit einem Satz begonnen hatte.
"Ach Schatz - macht dich doch nicht weiter unglücklich.
Du hast das Wissen
und ich kann Büro."
 
Nicht ahnend was damit ins Rollen kam,
steuerten wir an neue Ufer.
Was sag ich da...
erst steuerten wir hinaus aufs Meer,
 nicht ahnend wohin uns unsere Reise führt
und ob wir überhaupt ein Ufer finden würden.
 
Fortsetzung folgt!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Donnerstag, 7. Dezember 2017

Liebe...

"Zu lieben, um geliebt zu werden, ist menschlich,
aber zu lieben nur um der Liebe willen
ist engelsgleich."
 
- Alphonse de Lamartine -
 
 


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Erfahrung...

"Wie passend!"
Dachte ich heute schmunzelnd,
 als ich auf ein Stück Papier meine Einkaufsliste erstellen wollte.
Denn auf der Rückseite stand geschrieben:
 
"Suche nach deinen schönsten Seiten,
nach Deinen eigenen besten Fähigkeiten
und verwirkliche sie in Deinem Alltagsleben."
 
Das ist nämlich seit unendlich vielen Jahren mein Motto
und ist eine wirklich Erfüllende Tätigkeit.
Doch gerade in den letzten Tagen,
an denen es mir körperlich nicht wirklich gut ging,
sollte ich mich ebenfalls daran halten.
Gerade dann...
das Mögliche ausschöpfen.
 
Damit, trotz allem,
 gute Erlebnisse und Tätigkeiten ins Positiven tragen
und das Negative etwas kleiner werden lassen.
Denn ich weiss aus Erfahrung,
es gibt immer etwas das man tun kann.
Auch wenn vieles Dagegen spricht.
Nur dahin manövrieren muss ich mich selbst.
 
Dann entstand das...
(kleine Auswahl einer Vielzahl an Motiven)
Raus aus dem Schneckenhaus.
Dick eingepackt und mein Handy mit dabei.
So machte ich eine kleine Minuten Exkursion im Garten.
 
Wie stark sie doch ist.
Die letzte Rose - Regen, Schnee und Eis hat sie tapfer überstanden.
Nun wird sie sich dann wohl Bald verabschieden.

Und dann entdeckte ich die Zwei ---
der Moment, als die Lichterkette die Hortensie küsste.
Wie schön doch Alterndes aussehen kann.

Ihr sagte ich:
"Liebes, lass den Kopf nicht hängen,
am Ende des Tunnels wartet der Frühling."

Hier staunte ich,
wie schön ein einfacher Tannenzweig aussehen kann und,
 dass er gerne Perlen trägt,
wusste ich bis Dato nicht.
 
 


Dienstag, 5. Dezember 2017

Hobbyraum...

"Man könnte Angel eine alte Zahnbürste geben
und sie würde Kunsthandwerklich etwas tolles herstellen."
 
Das war zumindest die Meinung von Bruno,
unserem Etagennachbar. Ein Herr in den 50igern,
Angestellter bei einer Bank
und über Jahre waren er und seine Frau für uns da,
wenn es Notwendig war.
Wir ebenso für sie.
 Wir waren Freunde.
 
"Du solltest richtig Platz für dein Hobby haben."
sagte er mir eines Tages
"wie wäre es wenn du eine speziellen Raum dafür hättest?"
 
Ich zuckte mit den Achseln.
"hätte ich schon gerne,
aber in diesem Haus ist alles besetzt
unter anderem von Dir." 
Bruno lachte.
"Ja genau - doch ich habe gedacht ich könnte ihn aufgeben,
oder besser gesagt Dir übergeben wenn Du ihn möchtest."

Und ob ich wollte. 
Diese Nachricht war wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen.
doch was war mit Brunos Sachen.
"Ach weisst du Angeli"
sagte der sonst eher raubeinige Mann liebevoll
"Meinen Whiskey kann ich auch im Wohnzimmer trinken
meine Boote im nun leeren Kinderzimmer aufstellen
und die Bücher wo auch immer angucken."
Brunos Sohn war vor kurzem ausgezogen.
 
Doch Bruno hatte sich einst besagten Bastelraum angemietet,
weil er sich dort unten,
hin und wieder in seine Männerhöhle zurückziehen wollte.
An seinen Modellschiffen rumbasteln
eine Zigarre rauchen und sich ein Gläschen genehmigen.
Doch laut seiner Aussage,
 machte er dies seit der Umsetzung seines Wunsches nie wirklich. 
"Ich fühle mich in meiner Männerhöhle einsam."
Wir lachten wieder - denn es hörte sich echt lustig an.
 
Einige Wochen später war es tatsächlich so,
der Vertrag wurde auf mich umgeschrieben.
Bruno war mit seinen Schiffen und Flaschen,
der Bar, den Büchern und den Cigarren ausgezogen
und ich begann die Wände zu streichen.
 
In einem sanften Gelb - eher Pastellig.
Das machte den Quadratischen Raum freundlicher.
Denn durch das kleine Fenster kam kaum Licht.
Dafür montierte ich einige Lichtquellen.
Spots die gewisse Bereiche hübsch hervor hoben.
Schatz liess mir eine grosse Tischplatte zuschneiden,
an der ich endlich richtig arbeiten
und auch mal alles liegen und stehen lassen konnte.
Und dann wurde mein altes Omaküchenmöbel
 mit meinen fertigen Artikeln bestückt.
 
Damals sprach noch niemand von Vintage oder Shabby,
doch viele Elemente wiesen diesen Look auf.
Selbst ausgesucht in Trödelläden,
abgelaugt,
neu gestrichen oder verziert...
erinnerte es stark an meine einstige Dachwohnung.
 Die voll im Stil der 50iger eingerichtet war.
Ich fühlte mich in diesem Kreativrefugium richtig gut.
Eine Thermoskanne mit Tee oder Kaffee,
sowie mein Rot weiss gepunktetes Service
kamen bei Besuch zum Einsatz.
 
Meine Besucher waren zugleich meist Kunden.
Denn seit den letzten Marktbesuchen wurde ich des Öfteren angefragt,
ob man bei mir auch Bestellungen aufgeben könne.
Natürlich konnte man -
so wurde alles was mir Spass machte
und für mich machbar schien, angenommen.
 
Ich führte Buch,
mit den Angaben - Adressen und den Ausgaben für besagte Dinge.
Das machte mit das spätere anschreiben eines Preises einfacher.
Denn es fiel mir immer noch schwer etwas für meine Artikel zu verlangen.
Das Verschenken lag mir einfach näher.
Also ehrlichkeitshalber muss ich sagen,
dass sich das nie gelegt hat.
 
Die Liste meiner kreativen Umsetzungs Möglichkeit war lang.
Gott - hatte mir wirklich viel Talent geschenkt,
das musste ich selbst immer wieder erstaunt feststellen.
(Dies sage ich voller Demut und nicht um anzugeben)
 
Ich fertigte Ketten mit eigens kreierten Anhängern.
Sowie Broschen, Manschettenknöpfe und Ohrringe.
Strickte Kinderpullover,
 mit ausgedachten,
aber vor allem lustigen Motiven.
Immer in tragfeinen und angenehmen Materialien.
Malte Seidentücher, Krawatten und Kissenbezüge.
Fertigte besondere Geschenkartikel an.
Zog Kerzen, gestaltete Speckstein...
später gesellte sich die Arbeit mit Ton dazu.
Daraus machte ich kleine Elfen und Zwerge,
 an und auf Schalen,
Tassen oder Vasen.
Erweckte Puppen zum Leben.
Es gab Markttage an denen führte ich auch selbst Eingemachtes.
Knoblauch - Confiture - Gurken usw. mit.
Die hübsch verzierten Gläsern mit gehäkelten Deckelchen.
So wie der Sirup in bemalten Flaschen,
waren der Renner.
Der eine oder andere Kunde reservierte Telefonisch schon im Vorfeld. 
Oder fragte, wenn ich wann wieder anzutreffen sei.
Verwendete Materialien die andere wegschmissen,
wurden von mir zu verschiedenen Dingen umgestaltet. 
Da war das Wort Recycling noch gar nicht geboren.
(Soll sich auch nicht überheblich anhören - es war eben so)
 
Deswegen der Eingangs Satz von Bruno,
von wegen Zahnbürste und so...
 
Uff!
Die Liste meiner Arbeiten war endlos.
Doch damit das Ganze einen roten Faden erhielt,
gab ich mir immer ein Thema vor und danach richtete sich dann alles.
Die Kunden wurden mehr und mehr.
Es sprach sich rum wie ein Feuerchen,
dass irgendwo entzündet wurde.
Doch ich nahm immer nur die Arbeiten an,
 welche ich auch 100% erfüllen konnte.
Schliesslich hatte ich meinen Kunden gegenüber eine Verpflichtung.
 
Und dann erblickte an einem Marktstand Tag,
 eine Frau das Shirt, das mein Mann trug.
Das Shirt mit einem Motiv von Harun.
"Ich möchte auch ein Shirt mit meinem Hund drauf"
sagte sie sehr direkt
"Was brauchen sie dazu - der Preis ist egal."
 
uch!
Hatte ich bis Dato schon immer Hunde von Freunden gemalt.
Auch hin und wieder von Bekannten aus dem Hundesport.
Doch jemand Fremder hatte mich noch nie angesprochen.
 
"Also - ich müsste ein gutes Foto haben
die Grössen Angabe für das T-Shirt
und die Wunschfarbe."
Sagte ich etwas zögerlich
 
"Ich gehe rasch nach Hause und hole das Foto,
ich bin gleich wieder da."
sagte die Dame bestimmend und verschwand.
Sie kam wieder.
War von dem Resultat einige Tage später so begeistert,
dass sie mit lachend sagte:
"junge Frau - ich habe einen grossen Freundeskreis...
machen sie sich auf etwas gefasst."
 
Was soll ich sagen,
ab da brummte der Laden...
nach und nach erhielt ich Fotos mit
Hunden, Katzen, Schildkröten, Pferden,
Hamster, Meerschweinchen...
Ein ganzer Zoo - wenn ich mich nun so zurück erinnere.
Aus der ganze Schweiz erhielt ich Anrufe mit Nachfragen.
"Wie sind sie auf mich gekommen."
Gehörte zu meiner Standard Frage 
und da bestätigte sich das Sprichwort:
"die Welt ist ein Dorf"
 
Ein Kundin wollte eine ganze Baby Erstausstattung mit ihrem Hund drauf.
Jemand Bettwäsche mit einem Marsupilami ähnlichen Comictier.
Frau Doktor kam immer mit Lieblingsteilen an,
auf welche ich Motive malen durfte.
Blumen, Kinder oder Pferde,
Das besondere -
auf Flecken die sich nicht mehr entfernen liessen.
hahahaha!
 
Was für ein Glück das ich "nur"
60% in einem Geschäft angestellt war.
So konnte ich lange Zeit Haushalt - Hund & Mann...
Reihenfolge sagt nichts über den Beliebtheitsgrad aus - hahahaha!
mit Hobby unter einen Hut bekommen.
 
Doch irgendwann musste ich eine Warteliste führen.
Ich dachte erst die Kunden würden abspringen,
wenn ich diese in Anspruch nehmen würde.
Doch sie warteten geduldig.
Nicht nur auf das bemalte,
sondern auf alle Vorbestellungen.
 
Was für eine Zeit...
Manchmal kommt alles anders als gedacht...
Mehr darüber schon Bald.

Montag, 4. Dezember 2017

Barbaratag...

Barbaratag
 
Einem alten Brauch zu folge,
stelle man heute einen frisch geschnittenen Kirschbaumzweig
in eine Vase mit Wasser.
Öffnen sich die Blüten genau an Weihnachten,
so verheisst das dem Besitzer viel Glück für das kommende Jahr.
 


Sonntag, 3. Dezember 2017

Bilder...

Mit einem lieben Gruss zum heutigen 1. Advent,
hier die versprochenen Bilder zu der Erzählung von Gestern.
 
Bitte sei etwas Nachsichtig was die Qualität betrifft.
Sie wurden aus den Alben abgeknipst.
Denn Handy gab es damals noch nicht!!!
 
Oder sagen wir mal so...
sollte es welche gegeben haben,
so ging damals dieser Kelch noch an mit vorüber.
 
Also nun aber zu Harun
 

Natürlich wurde er für solche Bilder nur wenige Minuten eingesetzt.
Seine Belohnung...
ein Spiel - ein Leckerchen oder das Lachen von den Anwesenden.

Sorry Leute - Leider ist dies das einzigen Foto,
 das tatsächlich an einem Weihnachtsmarkt aufgenommen wurde.
Auch musste ich feststellen,
dass ich wirklich keine weiteren Bilder vom Weihnachtsmarkt Treiben besitze.
Sag ja - kein Handy - keine Bilder.
Doch dafür war Harun echt für jede Aktion zu haben.
Hauptsache Herrchen war mit von der Partie.
 
Er wurde unter anderem zum Sanitäts- & Fährtenhund ausgebildet.
und das machte er richtig gut!!!
Weil er Menschen über alles mochte.
Reserviertheit gegenüber den 2Beinern,
wie sie in den Rassebüchern beschrieben,
existierte für ihn nicht.
Ich denke gerne an ihn zurück.
er war einfach ein Pfundskerl!!!
(schnief)

 


Samstag, 2. Dezember 2017

Adventsmarkt...

Nach einigen Markterfahrungen an verschiedenen Orten,
 beschlossen wir nur noch an einem bestimmten Ort teilzunehmen.
Was für ein Glück,
dass wir an einer nahegelegenen Lokalität jederzeit willkommen waren
und das obwohl die Plätze an Hand einer Wartelisten vergeben wurden.
Die Betreiber -
Der Hauptladen eines Einkaufszentrums
 hatte uns irgendwie ins Herz geschlossen.
Zudem - was für ein Glück...
das Ganze konnte Überdacht stattfinden,
wenn doch weiterhin in der Kälte.
Doch durch das mein Schatz aktiv im Hundeclub war
und ich oft mit dabei,
waren wir mit guter Outdoor Bekleidung obendrüber
und untendrunter super geschützt.
 
Für unseren treuen vierbeiniger Begleiter
- Harun -
legten wir schön brav eine Styroporplatte aus,
darauf einen Karton Belag und wenn es ganz heftig wurde,
bekam er eine Wolldecke um.
Damit sah er sehr süss aus.
Müsste ich eine Berufsbezeichnung für Harun angeben,
kommt mir ganz spontan und ohne überlegen,
den des Clowns in den Sinn.
Was haben wir über ihn gelacht,
z.B. wenn er besagte Decke zum Kampf herausforderte.
Sie schüttelte, anbellte und damit stolz davon trabte.
hahahaha
Oder als ich plötzlich aus dem Augenwinkel heraus,
während dem Dekorieren unserer Artikel,
einen Schatten war nahm.
Dieser sich mit Rabatz davon bewegte.
Es war Harun - im Schlepptau die Bank an der er angebunden war.
Doch diese hielt ihn nicht auf seiner Samojeden Freundin "Nemsaj"
Welche er von weitem sah,
Hallo zu sagen.
An diesem Tag wurde er dann zu seiner und unserer Sicherheit
an am riesigen Weihnachtsbaum neben unserem Stand festgemacht.
Wir banden ihm ein rotes Tüchlein um
und so sah er aus,
als wäre er ein lebendiges Weihnachtsaccessoires dieses Marktes.
 
Harun war bei den Menschen heiss begehrt
und wurde viel gestreichelt, was er seht genoss.
Ein manches Mädchen kam regelmässig bei ihm zu Besuch
und begann im Gespräch mit uns,
seine langen Haare zu Zöpfchen zu flechten.
 
Die Damen des gegenüberliegenden Kiosk hatten damit begonnen,
ihm Leckerchen zu verfüttern.
Jedoch nur wenn er mit den Vorderpfoten auf die Taschenablage stand
und hübsch guckte.
Es dauerte natürlich keine 3 Mal,
 bis der junge Racker diesen Ablauf von sich aus machte.
Beim 4. mal,
 wollte er sich gleich mit einem Satz über die ganze Auslage,
das Leckerchen abholen.
So nach dem Motto:
"Warte ich komme und hole es gleich im Kiosk inneren.
hahahahaha!
 
Natürlich trainierten wir mit ihm dann das gute Benehmen.
Die weiteren Jahre verhielt es sich so,
dass jeder Besuch in diesem Center mit Harun im Schlepptau
er nicht nur den Kioskdamen schöne Augen machte,
sondern auch der Dame vom Schuhladen
und der Dame von der Drogerie,
Nicht zu vergessen,
auch im Restaurant war er gerne gesehen.
Ihr Lachen und die Freude an ihm,
 motivierte den stattlichen Rüden jedes mal aufs Neue.
 
War am Weihnachtsmarkt mal nicht so viel Betrieb,
studierten wir mit dem Hund Kunststücke ein.
Zum Beispiel -
 das sich transportieren lassen in einem Einkaufswagen.
Ich weiss - wahnsinnig wichtig ist das nicht.
Doch Harun fand jegliche Beschäftigung toll.
So auch diese.
 
Manchmal war er auch unser Pavarotti.
Dann wenn er zu lange keine Aufmerksamkeit bekam,
z.B. weil wir zu lange mit jemandem redeten...
genau dann,
begann er aus tiefster Kehle mit einem Brummen in verschiedenen Tönen.
Diese glichen einem Gesang.
Als würde das nicht genügen legte er sich nach einer Weile auf die Seite
und stiess sich mit den Hinterpfoten ab
um dann über den Boden in unsere Richtung zu rutschen.
Du kannst Dir bestimmt vorstellen,
dass es da schwer fiel nicht hinzugucken.
hahahaha
Bekam er immer noch keine Beachtung,
drehte er sich auf den Rücken
und ähnlich einem Fisch ohne Wasser,
wand sich der Kerl hin und her,
alles in Begleitung immer lauter werdenden
und langgezogenen Tönen.
Natürlich konnte da niemand anders,
als zu lachen.
Neuer Antrieb für den Hund auf zu jucken,
sich zu schütteln, zu niessen
und dann mit einem Bellen zu sagen:
"Hei Leute, endlich beachtet mich mal wer"
hahahaha!
 
Das war es ja!
Beachtung!
unser Herz auf 4 Pfoten bekam bestimmt genügend davon.
 
Eines Tages trug mein Mann hinter dem Marktstand ein T-Shirt,
auf dem ein von mir gemaltes Bild von Harun zu sehen war.
Und damit wurde eine ganz neue Episode eingeläutet.
Mehr darüber schon Bald.
 
Harun stellte sich schon als ganz junger Hund
 für allerhand lustiges zur Verfügung.

 
Ich stöbere mal in den alten Alben
um zu gucken ob ich noch etwas an Fotos aus dieser Zeit finde.