Donnerstag, 21. September 2017

Geniessen...

"Lass uns wieder lernen,
den Augenblick zu geniessen,
zu nehmen,
was ist mit beiden Händen."
 
- Jochen Mariss -
 
 
Den Augenblick während dem kneten des Teiges geniessen.
Zu spüren wie die Konsistenz zwischen den Fingern geschmeidiger
und elastischer wird.
Die Vorfreude auf den Geruch der bald aus dem Ofen steigen wird.
Sich im ganzen Haus verteilen.
Das aussuchen verschiedener Körner und Sämereien
um damit jedes von ihnen einzigartig zu verzieren.
Die Freude das Gebäck aufgegangen und knusprig
aus der Hitze zu holen.
Der Genuss etwas selbst hergestelltes geniessen zu können.
 
Das und noch vieles mehr erfahre ich,
 wenn ich meine Brötchen selbst herstelle.
Es gibt sogenannte Arbeiten, die keine sind weil man sie gerne tut
Es gibt sogenannte Arbeiten die etwas Meditatives mit sich bringen
und dazu gehört für mich definitiv diese Tätigkeit dazu.
Und es gib ganz vieles das man tun kann,
bei dem man den Augenblick geniessen kann.
 
Auch schon Brötchen gemacht?
Rezepte für jeden Geschmack findest du zu Hauf im Internet.
 
 


Mittwoch, 20. September 2017

Gräser...

"Hundert kleine Freuden
sind tausendmal mehr wert als eine grosse."
 
- Johann von Kepler -
 
 
Ist das nicht hübsch wie es in die Kamera guckt?
 
Im Moment erfreue ich mich,
 mittels Kamera,
 an Aufnahmen von Gräsern.
Sie scheinen alle gleich auszusehen,
doch bei näherem betrachten,
ist jedes ein Unikum.
Genau wie bei uns Menschen.
 
Manchmal beglückt mich zusätzlich ein Besucher.

Für den Nachwuchs im nächsten Jahr ist schon gesorgt.
 
 
 


Dienstag, 19. September 2017

Ausreden...

Da sprang mir ein Spruch ins Auge,
der mich echt zum Denken animierte.
 
"Vergiss niemals wer für dich da war,
als andere nur Ausreden hatten.
 
Na klar - werde ich nie die Personen vergessen welche mir beistanden.
Egal in welcher Situation
 und da hatte ich schon einige bei denen ich auf Hilfe angewiesen war.
 
Doch...
mal ehrlich!
Warum benutzt jemand eine Ausrede?
Vielleicht weil er den Mut zur Wahrheit nicht fand.
Noch nicht auf den Geschmack gekommen ist,
wie die Freiheit der Wahrheit wirkt.
Wie toll das sein kann,
 keine Ausrede aus dem Hirn Regal holen zu müssen.
 
Vielleicht aber auch ----
Wurde noch nicht erfahren,
dass man aus dem "lieben kleinen Mädchen oder Jungen Schatten"
heraus treten kann.
Erwachsen eine Sache angehen,
ohne Angst haben zu müssen,
dass man nicht mehr gemocht wird.
Trau dich - ich garantiere dir...
Du wirst geliebt wenn du ehrlich bist.
Denn damit wissen die Leute woran sie bei dir sind.
 
Vielleicht wollte er mich aber auch nicht verletzen?
Kann ja sein?
Obwohl man sich alles sagen kann,
mit dem riesigen Spektrum an Wort und Satz Möglichkeiten,
sollte das wirklich kein Problem sein.
 
Ich für mich,
habe heraus gefunden,
dass wenn ich mit jemandem spreche,
wie ich es gerne hätte das man mit mir spricht,
dann wird alles gut.
 
Der Möglichkeiten viele...
 
Wie dem auch sei.
Wir wissen nie warum schlussendlich eine Ausrede benutzt wird.
Ich möchte deswegen niemanden mehr verurteilen,
Habe früher auch oft den Weg über die Ausrede genutzt.
Wie anstrengend sich diese zu merken.
hahahaha!
 
Heute spreche ihn oder sie an,
 oder gehe darüber hinweg,
je nach Situation.
Vor allem jedoch möchte ich in meiner Seele keine Strichliste führen,
wer, wann, wie, warum....
Auch das ist mir zu anstrengend
und nimmt mir Platz für die schöne Dinge und Gedanken,
mit denen ich meine Gefühle und meine Seele füttern möchte.
Ja genau!
Positives Seelen Futter ist angesagt.
 
Ich will kein Pinocchio sein,
deswegen stelle ich mich auf die Seite der Wahrheit.
 

Montag, 18. September 2017

Maroni...

Seit einigen Tagen führt uns unser allmorgendlicher Hundespaziergang,
 zu einer Ansammlung von wilden Kastanien Bäumen. 
Maroni - wie sie bei uns in der Schweiz genannt werden,
sind nun grade in der Abwurfzeit ihrer stacheligen Früchte.
 
 
Erst knipste ich ein paar Foto`s
(wieder mit meiner 9.95 sFR. Macro Linse - hihihihi)
und anschliessend ging es nun jeden Morgen,
 ans einsammeln der braunen runden Nüsse.
 

Wir sind so wie es schein nicht die einzigen die dort zu Gange sind.
es verweilen dort bestimmt auch Wildtiere.
denn angeknabberte Nüsse
und Hufabdrücke, sowie die Nase und das Verhalten unseres Hundes,
 bringen uns zu diesem Schluss.
 
 
Egal!
Denn jeder hat das Recht auf diesen leckeren Schmaus.
Im Laufe der letzten Tage kam genügend zusammen,
dass wir heute beschlossen sie auf irgendeine Art zu konservieren.
Nachdem einige zum backen im Ofen beiseite gelegt wurden.
Machten wir uns an die Arbeit.
Einige Rezepte aus dem Internet zusammen gewürfelt,
brachten uns zu folgender Leckerei.
 
Die braunen Nüsse zuerst wässern -
Alle die Oben schwimmen sind Wurmstichig.
Wau - es waren echt wenige darunter die nicht gut zu sein schienen.
 
Dann ein Kreuz einritzen.
Auf der gewölbten Seite.
Diese Angabe brachte einige Verwirrung,
denn war nun die Wölbung nach Aussen (so wie es Schatz machte)
oder die Wölbung nach innen (so wie ich sie ritzte) richtig.
Egal - ich kann verraten...
es funktioniert beides.
 
Anschliessend in leicht gesalzenem Wasser zwischen 30 - 45 Minuten kochen.
Dann werden sie geknackt, die Haut entfernt
und das Fleisch heraus gepuhlt.
Auch hier kann ich nun aus Erfahrung sprechen,
lass sie erst abkühlen, es geht dann wesentlich besser.
 
Unsere Ungeduld liess uns tüchtig an den heissen / warmen Maronen arbeiten.
Schatz mit einem Rüstmesser bewaffnet
und ich mit einem Kaffeelöffelstiel kratzten was das Zeug hielt,
um alles an Fruchtfleisch zu gewinnen.
 
"Was denkst Du gerade?"
Fragte ich Schatz
 
Er guckte über den Brillenrand
"jetzt gerade habe ich gedacht...
was für eine Sklavenarbeit."
 
"An was dachtest du den?"
Fragte er mich.
"Ich - wie weich dieses Maronenmehl die Finger macht.
Vielleicht sollten wir lieber eine Pflegecreme daraus machen?"
 
Wir lachten - frotzelten über die von mir,
 behauptet er, falsch eingeritzten Nüsse.
Ich behauptete natürlich das selbe im umgekehrten Fall.
Man weiss es nicht, wer nun richtig lag.
Jeder sagte von sich,
es richtig gemacht zu haben
und unser Hund ergreift (Gott lob) keine Partei.
hahaha!
Gute Taktik zu schlafen wenn Herrchen und Frauchen gewisse Dinge tun.
hahaha!
zum Beispiel Maronen einmachen!
hihihihi!
 
"Also wenn ich es mir so überlege,
dann ist es eigentlich logisch das du sie so geschnitten hast, Liebling."
Sagte Schatz plötzlich:
"Du hattest schon immer einen Hang zur Anarchie."
"Ha ha ha!
Das ich nicht lache...
ich und Anarchie - ich weiss nicht einmal was das ist."
Entgegnete ich lachend.
 
Es wurde wieder still im Raum.
Man hörte lediglich Hund,
 welcher im Schlaf tief ein und ausschnaufte.
Und das Schabgeräusch des Messers und des Löffelstiels.
 
Plötzlich hielt Schatz inne,
guckte mich an und meinte:
"sag mal - suchst du dir die schönsten und einfachsten aus?"
 
"Jaaaaa genauuuuuu!
wenn es so weiter geht,
dann sagst du noch ich hätte kaum welche geknackt."
Entgegnete ich.
 
Er: "ich habe es aber doch gesehen."
Ich: "also da frag ich mich was hier falsch läuft,
 wenn du Zeit zum gucken hast?
Die habe ich nämlich während dieser Arbeit nicht.
Zumal du als Mann - nicht zwei Dinge gleichzeitig tun kannst."
 
hahahahaha! Gelächter...
 
Endlich war das Sieb mit den gekochten Maronen abgearbeitet
und die Bröselige Massen war in einem Behälter.
 
"850gr. Masse."
sagte Schatz -
"dann braucht es 850gr. Zucker"
(ich nahm Jacutinga = Rohrzucker)
und 2 Deziliter Wasser
und vergiss die Vanille nicht.
 
Ich guckte ihn mit den Händen in die Hüfte gestemmt,
von oben bis unten an:
"Was ist den hier los."
fragte ich etwas schnippisch.
"Als würde ich das erste Mal etwas Konfitüren Artiges einkochen."
 
"Na - ich muss da schon ein bisschen ein Auge drauf werfen,
ob du alles richtig machst..."
Sagte er Spitzbübisch grinsend.
 
"Raus aus der Küche
Ich brauche keinen Aufpasser der mir über die Schulter guckt."
Entgegnete ich genau so zurück
 
"Ich habe es ja schon immer gesagt,
du bist eine Sklaventreiberin."
Mit diesen Worten verzog er sich
hahahaha!
 
Zurück zur Maronenleckerei.
Das Wasser und der Zucker mit der Vanille werden aufgekocht.
Dann das Maronen Gebrösel hineingegeben
und mit dem Stabmixer ganz fein püriert.
 
15 Minuten, unter ständigem rühren köcheln lassen.
Vorsicht Spritzgefahr - sehr heiss.
Dann in vorgewärmte, ausgewaschene Einmachgläser abfüllen.
Bei uns ergab es 6 Gläser a 240ml
Sofort verschliessen.
Kühl und dunkel lagern.
 
Das kann man nun als Brotaufstrich benutzen.
Im Internet konnte man lesen:
"Süchtig machend
und euer Esskastanien Vorrat kann darunter leiden."
 
 

Sonntag, 17. September 2017

Atmen...

"Du kannst mir den Tag nicht verderben.
Solange es Luft auf der Erde gibt
und ich atmen kann,
wird es ein guter Tag sein."
 
- Cotton Fitzsimmons -
 
Mein Gemüt blüht in Sonnengelb
 
Als wäre das Sprichwort von mir geschrieben,
dachte ich doch fast Wortgleich wie dieses von Cotton Fitzsimmons.
Streifte dann,
heute morgen,
 meinen Kompressionshandschuh,
 über den schmerzenden dicken rechten Arm
und dachte: "was für eine schöne Farbe er hat - dieses helle Blau.
So mein Lieber und nun trage ich dich Spazieren.
Egal ob du mich unangenehm eng umgibst oder nicht."
 
Was soll ich sagen...
Einmal mehr machte meine Einstellung...
Wandle das Negative ins Positive,
 eine gute Miene.
Und mein Morgen
und bestimmt auch der Nachmittag mit Abend,
werden wunderschön.
Denn ich habe Luft zum Atmen
 und so lange kann es kein schlechte Zeit werden.

Samstag, 16. September 2017

Culio

"Uff geschafft!"
Einige Sekunden vor diesem Seufzer,
 entdeckte ich am Fenster einen kleines Irgendwas,
welches in einer Endlos Schlaufe auf und ab trippelte.
 
Zu dieser Jahreszeit -
Beginn Herbst steht bei mir immer ein Glas und ein dünner Karton bereit.
Es ist die Zeit in der sich die meisten Tierchen nach Drinnen verirren.
So scheint es mir zumindest.
Orientierungslos kurven sie dann,
wie dieser kleine Kerl an irgendwelchen Scheiben oder in Vorhängen umher.
 
Diesmal ein besonders hübscher und eher seltener Besucher im Wohnzimmer.
Bei seinem Anblick entstand gleich eine gewisse Sympathie.
Denn sein süsses Gesichtchen mit den grossen Augen
und dem langen Rüsselchen, mit einer Art Gabel dran,
wirkten putzig.
 
Rasch mein Knipsapparat geholt,
entliess ich ihn dann draussen ins Freie.
Entgegen anderen Insekten oder sonstige Tierchen,
flüchtete er nicht gleich.
Es schien als wollte er seine Retterin noch einmal genau beäugen.
Posierte und hielt inne.
Zeit genug tolle Fotos von ihm zu schiessen.
 
hier noch auf meinem Karton
 
Ich wusste das es sich bei diesem Exemplar um ein Bohrer handelte.
Aber genaueres musste ich mir aus dem Internet zusammen suchen.
Na klar -
Laut Wikipedia ein Schädling.
(Familie der Rüsselkäfer - Curculionidea) 
Nur "Culio" wie ich ihn nun nannte,
würde das ganz anders sehen.
Wenn er doch nur für sich und seine Artgenossen sprechen könnte.
 
Dann setzte ich ihn auf den Gartentisch.
Irgendwann bei seiner Geburt wurde ihm gesagt,
dass er sich von jungen Früchten und Blättern ernähren soll
und ganz Wichtig...
Es wurde ihm das Talent mitgegeben,
 Haselnüsse mit einem kleinen winzigen Löchlein anzubohren.
Ist doch schon mal genial.
Wenn ich bedenke wie meine Haselnuss aussieht,
wenn ich an ihr Innenleben kommen wollte.
 
Der kleine Kerl schien zu posieren.
Nach der Löchlein Nummer legt er dort sein Ei ab.
Aus diesem, entwickelt sich ein gefrässiges Ding.
Die Nuss wird einfach mal so weggemampft.
Dick und fett entstehen aus dem Ei eine Larve.
Willis Nachkommenschaft ist gesichert.
Nachdem die Larve die Schale verlassen hat,
 um im Boden zu überwintern.
Im Frühjahr verpuppt sie sich,
 um im Sommer als neuen Generation zu schlüpfen.
Notabene mit dem selben Auftrag wie "Culio" hatte.
So passiert es Jahr um Jahr...
 
Ok! Da ist der Beweis - schwarz auf weiss!
Eindeutig ein Schädling! Wirst du sagen.
Doch siehst du das ganze in "Culios" Sinn,
dann scheint die Welt ganz anders.
Er nennt sich Schützling.
Denn hat Herr und Frau Hasel das Recht,
 überall ihre Kinder (Haselnüsse) zu verteilen?
Stell Dir vor...
Jede Nuss ein potenzieller Haselnussstrauch.
Wo kämen wir da hin?
Sagt "Culio" mit grossen Augen und ernstem Gesichtchen.
Und warum wurde ich mit diesem Arbeitsauftrag geschaffen,
wenn es keinen Nutzen hätte.
 
Also wenn man es so sieht...
Ist der kleine Kerl ein Ausgleichschaffender.
Ok - ob es jemand der seine Haselnussernte erfolgreich bestreiten möchte,
auch so sieht, sei dahin gestellt.
Zumal nachzulesen ist,
dass "Culio" und seine Verwandtschaft schwer zu bekämpfen sind.
Es sei denn man hat Hühner oder Nematoden.
 
Also - ich fand gestern die Begegnung mit "Culio Bohrer" sehr interessant
und Aufschlussreich.
Und mal ehrlich - wenn du die Bilder anguckst,
möchtest Du ihm erklären...
Das er Nichtgewollt ist - ein Schädling und mit falschem Auftrag unterwegs?
 
Später setzte ich ihn auf ein Weinblatt,
wo er einige Minuten später in seine Welt entschwand.
Ich nicht!
Weil mein Glaube,
 bei allem was ich über ihn lesen kann,
 sich nicht ändern wird,
Alles - und so auch "Culio", hat seine Seins Berechtigung
und seine Bestimmung wird nicht um sonst diese sein.
Es ist doch alles irgendwie geregelt.
Auch wenn wir 2Beiner der Spezies Mensch,
 nicht immer gleich dahinter blicken können.
 
"Culio" wurde in Freiheit entlassen
und mit wackeren Schrittchen machte er sich auf den -
seinen Weg.

Freitag, 15. September 2017

Loulou...

Gestern fuhren wir durch einen kleinen Ort.
Mehrheitlich sind dort alte Häuser
und Bauernbetriebe zu sehen.
Es wirkt alles irgendwie Idyllisch
und um etwa 100 Jahre zurück.
Am Ende des besagten Ort liegt ein grosser Bauernhof.
Dort waren wir nach einem Inserat
- Katzen zu vergeben -
eines Abends zu Gast.
 
ich fand mich im hellen geräumigen Badezimmer,
einer netten und liebevollen Grossfamilie wieder.
Auf dem Boden kniend streichelte ich einige,
etwa 10 Wochen junge Kätzchen.
"Wir haben sie heute morgen aus dem Wald geholt."
Erzählte die rotwangige Bauersfrau
"Die Kätzin spürte wohl das wir ihre Jungen weggeben wollen
und hat jedes einzelne von ihnen in den Wald gelockt
oder getragen."
 
Ich schmunzelte:
"ja, als Katzen Mama würde ich das auch tun."
 
"Ooooohhhh! guck mal!"
sprach ich voller entzücken für ein kleines tapsiges Wollknäuel.
"Das ist schon an eine andere Familie vergeben,
das können sie nicht haben."
Erklärte mir die Frau und stemmte die Arme in die Hüfte.
 
"Also mir gefällt diese!"
sagte mein Mann
und hob ein Tigerchen hoch.
"Na - gefalle ich dir auch?"
sprach er weiter:
"Du willst doch mit uns nach Hause fahren."
grinste er mich an und tat so als ginge es die Katze an.
 
"Mir gefällt aber diese"
und zeigte auf eine andere mit weiss im Fell."
 
"Also - eigentlich ist nur noch diese die ihr Mann hält frei."
sagte die Frau etwas verschämt.
 
Ich war etwas enttäuscht,
denn unterdessen hatte sich eines der Vergebenen,
 bei mir auf dem Schoss bequem gemacht.
Warf sofort den Schnurrmotor an und spielte mit meinem Finger.
Das wäre die Richtige gewesen, davon war ich überzeugt.
 
"Na - also!"
sagte Schatz:
"dann ist ja der Fall klar - diese kommt mit zu uns."
 
"mmmmhhh! ok - dann ist es halt so."
 
Der Rest dieses Abends ist rasch erzählt.
Die "neue" Katze wurde in unsere Box geschoben,
es wurde gezahlt
und dann ging die Fahrt unter lauter Katzenmusik (gemiaue) nach Hause.
Ich konnte mich gar nicht so richtig freuen.
Obwohl ich sie ja auch süss fand.
Doch es war Gefühlsmässig nicht meine.
 
Ein Name war schnell gefunden.
Loulou - weil sie die Vorderbeinchen wie eine Balletteuse,
leicht ausgedreht beim gehen schwang
und so in Frankreich bestimmt die eine
oder andere Tänzerin heisst.
jaaaaa aaaaaa! Ich weiss meine Fantasiiiiiiiiiieeeeee!
 
 
Loulou entwickelte sich prächtig.
Körperlich zumindest.
Doch Charakterlich war sie ein Teufelsbraten.
Sie nutzte jede Gelegenheit um Aishe,
unsere andere ältere Katze zu bekämpfen.
Das ging so weit,
dass ich echt bedenken hatte die Beiden alleine zu lassen.
Aishe - einst eine unbeschwerte lustige Katze,
zog sich immer mehr in sich zurück.
Traute sich nicht mehr im eigenen Heim zu bewegen.
Denn jeder Schritt wurde von Loulou mit Überfällen und Bissen unterbrochen.
Selbst wenn Aishe schlief war sie nicht von der Besessenen sicher.
 
 
 
"Das geht so nicht weiter."
sagte ich zu Schatz eines Abends
"Aishe kann nicht einmal mehr essen,
Loulou kommt von hinten, überfällt sie
 und packt sie im Nacken."
 
 
 
"Nun starte ich ein Antiterror Programm"
sagte ich voller Überzeugung
"Ich will Frieden in meinem Haus."
 
Es wurde ein striktes Programm ohne Kompromisse begonnen.
Was für Hunde gut, kann Katze nicht schaden
und so lernte ich mit Loulou
Sitz, Platz, Steh, Komm, Hopp (Sprung),
 runter, hoch, gib Laut, kriech, Rolle, bring,
und noch vieles mehr.
 
Loulou entwickelte sich zum absoluten Arbeitstier.
Sie wollte immer und stets was tun.
Und das für Streicheleinheiten und ganz selten für Leckerchen.
Zudem war sie plötzlich total auf mich fixiert.
Hockte mit grossen runden Augen vor mir
und wartete auf irgend ein Kommando.
In dieser Ausgeprägten Form kannte ich es bislang nur von Hunden.
Auch wenn alle meine bisherigen Katzen eine gute Kinderstube vorzuweisen hatten
und einige Dinge befolgten.
 
Die Tierärztin erklärte mir dann,
dass es sich bei Loulou nicht um eine Bauernhofkatze handle,
sondern um eine British Kurzhaar.
 
 
 
Also auf jeden Fall hatte Aishe nun endlich ihre Ruhe.
Guckte zu wie wir Kunststücke einübten,
gesellte sich hin und wieder dazu
und machte dann das eine oder andere auch mit.
Doch im Gegensatz zu Loulou eher selten.
 
Loulou schloss sich auch Aramis meinem Hund an.
Und wenn ich ihn auf die Decke schickte,
ging Loulou mit.
Sagte ich ihm "Sitz", setzte sich die Katze dazu.
hahahaha!
 
 
Leider wurde Loulou nur 5 Jahre alt.
Eine unaufgeklärte heimtückische Krankheit,
 liess sie innerhalb von einigen Wochen von uns gehen.
Doch was Loulou an Gefühl, Eigenheiten und Charakter zurückliess,
ist für immer in meinem Herzen eingeschlossen
und werde ich nie vergessen.
 
 
Gestern als wir bei dem Bauernhof vorbei fuhren,
war mit einem Schlag alles wieder da.
"Weisst du noch - Loulou?"
Eine Schwere machte sich im Auto breit.
"Ich vermisse sie immer noch..."
sagte ich traurig zu Schatz...
"Mmmhhhh - ich auch"
Antwortete er.
Dann schwiegen wir vor uns hier,
genau wissend, dass nun Loulou Bilder in unseren Köpfen Kino spielten.
Bilder die es Gottlob gibt,
Bilder die weder Zeit noch Raum aufhalten kann.
Bilder die auch Trost sind.
 

Donnerstag, 14. September 2017

Albern...

"Mische ein bisschen Torheit in dein ernsthaftes Tun und Trachten!
Albernheiten im rechten Moment sind etwas ganz Köstliches."
 
- Horaz -
 
 
Bei uns machen sogar die Hunde jeden Spass mit.
Auch wenn es für ein solches Fotoshooting nur einige Sekunden dauert.
 
Also - los!
Nicht alles so ernst nehmen.
Mal über sich selbst lachen
und das Kind in dir rauslassen
um albern zu sein.
 
Das tut deiner Seele
und deinen Bauchmuskeln gut!


Mittwoch, 13. September 2017

Wichtig...

"Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der,
der dir gerade gegenüber sitzt.
Das notwendigste Werk ist stets die Liebe."
 
- Meister Eckhart -
 


Dienstag, 12. September 2017

Daumen hoch....

Lange habe ich mich davor gescheut,
 eine Anwenderin der sogenannten Sozialen Netzwerke zu werden.
Im Klartext Facebook und Co.
 
Doch die Neugier trieb mich in diese Gefilde.
Eines Tages war ich drin.
Mit Profilfoto meines Hundes - anstelle meines Gesichts
und sämtlichen Möglichkeiten die Dinge so zu regeln,
dass nicht alles öffentlich einzusehen ist.
 
Heute - einige Jahre später,
muss ich Rückblickend sagen,
dass ich ganz tolle Geschichten und Bilder zu sehen bekam.
Die Möglichkeit Gruppen beizutreten welche z.B. das selbe Hobby pflegen finde ich genial.
Aus der ganzen Welt treffen sich in diesen Gruppen "Gleichgesinnte"
So bin ich in Foto- / Garten- / Handarbeits- / Shabby chic- / Bastel- und Einrichtungsgruppe.
Mein Kriterium sich mit einer guten Kinderstube Austauschen zu können,
 ist mein Oberstes Gebot.
Brodelt sich was zusammen
 und der Umgangston wandert in Richtung Politik oder Shitstorm,
packe ich meine Sachen...
oder korrekter gesagt, drücke ich auf den "ich bin dann mal weg" Button.
Steige ohne Kommentar und auf nimmer wiedersehen,
aus dieser Gruppe aus.
Das gebe ich mir auch sonst nicht -
also dann schon gar nicht während meiner Hobby Zeit.
 
Nun hat es sich letzthin ereignet das in einer der Fotogruppen,
in welcher an jedem Tag ein Thema vorgegeben
und dazu jedes Mitglied ein Foto hochladen kann,
eine hübsche Geschichte zu verfolgen war.
 
So lief es ab:
Das Thema - Baum
 
Da stellte ein ER ein Bild,
 eines etwas knorrigen Bäumchens ohne Blätter,
stehende an einem einsamen blau strahlenden See ins Netz.
Die Sonne scheint auf dem Bild.
Man sieht Berge und man hat das Gefühl es sei am Ende der Welt.
Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
Doch sehr stimmig wirkend.
 
Es regnet viele Likes -
das sind die Daumenhoch Bildchen,
 welche die Seher hinzufügen können.
Manche schreiben auch ein Kompliment unter das Bild.
So tat auch ich das.
 
Etwas später sehe ich weitere Kommentare,
gucke und lesen
und entdecke eine SIE -
welche ein Bildchen eines etwas unattraktiven Bäumchens mit wenigen Blättern,
stehende an einem einsamen blau strahlenden See ins Netz.
Die Sonne scheint NICHT auf dem Bild.
Man sieht Berge und man hat das Gefühl es sei am Ende der Welt.
Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
Genau sie selbe Perspektive
und die selbe "total allein auf der Welt" Stimmung.  
 
Ihr Text dazu:
(Beide aus Deutschland - er aus dem Süden / Sie aus dem Norden)
"Kennst du das lieber Fotograph?"
ER:
"Ich werd verrückt"
SIE:
"Wir standen anscheinend am selben Ort"
ER:
macht ein Emoji mit Daumen hoch - lachend
SIE:
"Das ist ja Klasse"
ER:
"Ja - sag nichts! Ist doch irgendwie komisch..."
SIE:
"Vielleicht kannst Du mir sagen wo das in Canada genau ist,
ich finden den Ort auf meiner Karte nicht mehr
und möchte gerne ein Vermerk in mein Reise Album machen."
 
Die Konversation der Beiden ging dann noch weiter.
Ich klinkte mich an dem Tag aus -
denn schliesslich wollte ich nicht auch,
als Dritte im Bund,
 zu dem knorrigen Bäumchen in Canada reisen.
hahahaha!
 
Aber da sag mal einer das sei nicht eine lustige Geschichte.
Mich hat sie auf jeden Fall sehr amüsiert
und da musste ich sagen,
Facebook und diese Gruppe hat sich bestimmt für die Beiden ausgezahlt,
aber auch für alle Leser dieser Kommentare.