Mittwoch, 27. Juli 2016

Aktion - Reaktion...

ich weiss nicht wann das begonnen hat?
Das bestreben nach einem eigenen Zimmer.
Ich spreche nicht von einem Kinder- oder Jugendzimmer,
sondern von getrennten Zimmern der Ehepaare.
Es greift in meinem Bekanntenkreis wie ein Virus um sich.
Hat es vielleicht mit dem älter werden zu tun?
 
Obwohl ich sagen muss,
dass es sogar bei Paaren Usus geworden ist,
 die jünger und noch nicht so lange zusammen sind wie wir.
 
 
Ich weiss,
dass es in der Vergangenheit in den Königshäusern Gang und Gäbe war,
 alleine in einem riesigen Bett zu liegen.
Doch die Beweggründe waren andere,
 als die,
 welche ich heute erzählt bekomme.
Keiner der Ehemänner meiner Bekannten,
möchte wohl unter dem selben Dach,
doch im eigenen Raum,
sich ungestört mit einer oder zwei Mätressen verlustieren.
Also!
Es ist mir zumindest nicht bekannt.
grins!
 
Nein -
Spass bei Seite...
 die Gründe für das getrennte Nächtigen liegen einzig und alleine,
so wird mir berichtet am...
 
SCHNARCHEN!
 
"Er macht so ein Lärm das ich kein Auge zubekomme."
 
Berichtete mir unlängst eine Freundin.
 
Ach!
das Problem hatten wir auch.
erzählte ich mit einem wissenden grinsen
 
"und dann?"
 
meine Freundin war echt auf die Antwort gespannt.
Denn sie kennt ja unsere Wohnsituation und
weiss ganz genau,
 dass wir keine weitere Schlafmöglichkeit als die im gemeinsamen Zimmer haben.
Es sei denn...
 
"schläfst du etwa im Wohnzimmer auf der Couch?"
 
 ihre Frage kam bevor ich auf ihre Erste Antworten konnte.
Die Mimik dazu war unbezahlbar.
Soviel Neugier in einem einzigen Gesicht - herrlich!
 
"Ne!
ich habe meine Einstellung geändert und gedacht,
der Mensch ist doch ganz oft bereit Dinge schön zu reden,
warum also nicht auch das Schnarchen."
 
ÄÄÄÄHHHH???
Mein Gegenüber liess gerade 100 Fragezeichen hochsteigen.
 
"Also!
Ganz einfach!
Wenn mein Schatz mit seinem Ratze Programm startet,
versuche ich eine Melodie heraus zuhören.
Wenn du dich darauf einlässt merkst du ganz rasch,
das ein "Geschnarche" etwas mit Rhythmus zu tun hat.
es hat eine Gleichmässigkeit.
Und wenn du da mit gehst,
dann wiegt das mich in den Schlaf."
 
Voller Freude über meine Erkenntnis erzählte ich weiter:
 
"Manchmal macht er Töne,
er selbst wäre erstaunt wenn er diese hören würde.
Ich meine...
 zu was er nur mit Luft, Lippen und Rachen fähig ist.
Er ist ein Künstler."
 
Mein Gegenüber dachte nun echt ich hätte einen an der Waffel.
(Mir egal)
 
wahrscheinlich,
habe ich bei diesen Worten auch noch glücklich ausgesehen?
und ja,
spätestens jetzt,
 weiss alle Welt,
 dass ich ihn auch nach so vielen Jahren immer noch liebe.
 
"ich liebe meinen Mann auch"
sagte meine liebe Freundin "
aber was zu viel ist, ist zu viel."
 
 
"Sie hat mich nicht verstanden"
dachte ich und so berichtete ich weiter:
 
"weisst du -
diese Einstellung entspannt das Ganze Thema.
Braucht keine Anrempeln,
kein Nase zuhalten und kein Nächtliches Aufwecken mehr.
Zumal letzteres ausser Ärger nicht wirklich was gebracht hat.
Denn kaum eingeschlafen ging es gleich mit dem Konzert wieder weiter.
Und...
ich mag echt nicht getrennt von meinem Mann schlafen.
Wer weiss wie lange wir uns noch haben?"
 
Da nickte meine Freundin zustimmend,
"doch trotzdem" 
meine sie 
"ich kann das einfach nicht ertragen"
 
"Für mich gibt es nichts mehr zu ertragen.
Die andere Einstellung hat das übernommen."
Versuchte ich es ihr weiter zu erklären
 
"Und noch mal das Thema Töne aufgenommen."
 
erzählte ich unterdessen wie eine überzeugte Dozentin weiter.
Da kommt mir grad was Wichtiges in den Sinn,
Apropos Aufnehmen -
Auch das aufnehmen mittels Handy ist keine gute Idee
ui ui ui  liebe Frauen
nicht mal dran denken...ne ne ne
Da sage ich nur:
"Aktion - Reaktion"
 
Weisst du fuhr ich weiter:
"wenn er mal so ganz besondere Töne von sich gibt.
etwa wie die einer jaulenden Meerjungfrau,
oder eines wimmernden Welpen...
dann denke ich:
"ach wie schön - er kreiert ein ganz besonderes Lied...
nur für mich"
 
"Waaaas?"
meinte meine Freundin war entsetzt,
"das könnte ich nie,
mir sowas einreden.
Ich möchte schlafen."
 
und dann mussten wir herzlich lachen,
wegen der Meerjungfrau und dem Welpen,
 
"Ja,
 aber genau das tue ich dann - meine Liebe -
ich schlafe wie ein Herrgöttchen.
und weisst du was?
Seit ich so entspannt der Schnarrgeschichte entgegentrete,
sind die Melodiösen Nächte extrem selten geworden.
ER schnarcht kaum mehr. "
 
Das du -
liebe Leserin und Leser -
mir das genau so wenig glauben kannst wie meine Freundin...
mmmmhhh!
das kann ich verstehen.
 
Doch da habe ich meine ganz eigene Theorie...
 
Bei genauem überlegen ist es doch irgendwie ganz logisch.
Druck erzeugt Druck
und kein Druck lässt keinen entstehen.
 
und so werde ich weiterhin Morgens,
 nach einer der selten gewordenen Schnarch Nächten,
 meinen Schatz mit den Worten begrüssen:
"Was für ein kreatives Konzert du mir letzte Nacht geschenkt hast"
 
Dann gibt er mir ein Küsschen und strahlt mich Seelig an.
Was will ich zum Tagesbeginn Schöneres?
 
Übrigens!
meine Freundin und ihr Mann,
sowie wahrscheinlich viele andere,
 schlafen immer noch im Königlichen Status.
 
und ich...
ich schlafe wie ein Stein!
im Meer der Träume
und
manchmal kommt eine singende Meerjungfrau vorbei.
und hin und wieder hat sie einen Welpen mit dabei
und anderes Getier.
 
Hahahahahaha! 
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