Mittwoch, 7. Dezember 2016

Sternenhimmel...

Ich glaube es gibt keinen Monat der so vielfältig ist,
wie der Dezember.
ich weiss,
dass ich schon mal über ihn geschrieben habe.
Doch ich weiss nicht an was es liegt...
Mir fällt es in diesem Jahr viel mehr auf,
als in den Jahren davor.
 
Viele Menschen schmieden schon Pläne für das Neue Jahr.
Hoffen das alles anders wird.
Nicht nur die Weltlage
(wir wissen alle - in der Regel bleibt es so wie es ist)
 
Andere sind voll im Stress,
lassen sich von jeder Kleinigkeit grad zu Diskussionen hinreissen
und drehen schneller am Rad.
(wie man das Umgangssprachlich so nennt)
Tierische Bezeichnungen gegen andere Menschen um sich schleudernd.
Rechtfertigungssatz:
"Ich bin im Stress"
 
Sorry!
Unter uns...
Nur weil man tausend Dinge noch erledigen will,
ist das kein Grund einen ganzen Zoo mit sich herum zu tragen
und deren Tiernamen nach belieben einzusetzen.
Hallo Leute,
den ganzen Stress macht ihr euch selber.
Weihnachten wird nicht einbrechen weil in diesem Jahr,
3 Sorten Bisquits zum Tee gereicht werden
und nicht 20.
(nur als Beispiel)
 
Und dann gibt es jene welche wirklich sehr vergebend sind,
sanft- und grossmütiger zu ihren Mitmenschen.
"Ja - schliesslich ist schon Bald Weihnachten" 
hört man dann so oft als Aussage.
 
Das wünschte ich mir fürs ganze Jahr.
Mehr Toleranz und Akzeptanz.
 
Kein Monat tut glaube ich so viel mit uns...
wie der Dezember.
Und wir....
Wir lassen uns zu so vielem hinreissen,
was in anderen Monaten keiner zu Stande bringt.
Ausser vielleicht das Stressthema.
Das zieht sich bei manchen Menschen wie ein roter Faden,
 durchs Jahr.
Kommt es Dir auch so vor,
das dies manchmal auch eine neue Art,
 von sich Wichtig machen,
 ist?
Zeigen soll,
 wie gebraucht jemand ist?
Na - wie dem auch sei...
 
Ich fühle mich nicht gestresst,
Mache Schritt für Schritt was ich kann
und wozu ich Lust habe.
Und was Sinn macht.
 
Nur eines ist mir aufgefallen.
Im Dezember,
wenn ich Nachts wach werde,
(und das ist fast jede Nacht)
stehe ich am Fenster...
gucke in den kalten Sternenhimmel
und dann kommt ganz leise von hinten,
 meine Kleinmädchen Seele
und ich erinnere mich wie Mama sagte:
 
"Guck!
In jeder Adventswoche leuchtet ein neuer Stern ganz hell.
und wenn es 4 sind und du Glück hast,
siehst Du an Weihnachten einen ganz grossen.
Das ist der Stern von Bethlehem."
 
Und dann erzählte sie vom Jesus Kind
und den 3heiligen Könige
Das Kindlein hätte schon Bald Geburtstag...
mein Bruder jubelte regelmässig:
"fast wie ich - ich habe am Silvester."
 
Weil Mama (wie ich) mit viel Fantasie gesegnet war,
wurden dann immer wieder mal neue Darsteller,
 in die Bibelgeschichte mit einbezogen.
Wir standen in unseren Schlafanzügen,
im dunklen Zimmer,
am Fenster und
 hörten aufmerksam zu.
Ohne den Blick vom Sternenhimmel abzuwenden. 
Sie erzählte von Engeln welche die Milchstrasse
wie eine Art Rutsche benutzten.
Und andere die auf ihren Wolken sitzen
 und dazu Musik machten. 
 
Mein Bruder sagte einmal:
"Mama - guck!
Da schimmern mehr als nur deine besagten Sterne ganz hell."
 
Ja sagte sie:
"Es gibt Unterschiede.
Die welche Blinken sind Grüsse von den Verstorbenen an uns.
Wie Oma und Opa."
 
Ich erinnere mich,
 wie mein Bruder nach oben winkte
und so,
 die uns leider unbekannte Oma grüsste.
"Sie war bestimmt eine liebe Frau"
meinte er
und dann krochen wir mit einem ganz besonderen Gefühl,
 unter unsere Bettdecken
und schliefen friedlich ein.
 
Es war bei uns zu Hause so vieles nicht ok.
Doch gab es auch solche Momente.
An diese erinnere ich mich sehr gerne.
Diese Geschichten und das Ambiente werde ich wohl nie vergessen.
In ihrer Einfachheit brachten sie uns den Sinn von Weihnachten so Nahe.
Und das Wort Stress...?
Das fand dort in dieser Adventszeit keinen Platz.
Man kannte dieses Wort noch nicht einmal.
Anderes zählte,
etwas das die Seelen streichelte.
Und das hat sie uns gegeben.
 
Danke Mama!
Heute Nacht winke ich Dir zu....
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