Samstag, 11. März 2017

Nomen est omen....

"Johanna beschert uns in den nächsten Tagen Frühlingshaftes Wetter."
 
So klang gestern die sonore Stimme aus dem Radio.
 
"Wie schön!"
Dachte ich
"Endlich haben die Schönwetter Fronten weibliche Namen.
Lange Zeit war dies nur den Männern vorbehalten.
Ich empfand es als eine Diskriminierung.
Und das nun Johanna den Frühling bringt...
das ist doch mehr als sympathisch"
 
- Johanna -
Ein Steinalter Name - wie mir einst eine Dame etwas abfällig erklärte.
Sie konnte nicht nachvollziehen,
 wie man an so einem,
 Gefallen finden konnte.
 
Doch Nomen est omen
(lat. der Namen ist ein Zeichen)
verbinden wir nicht alle etwas mit gewissen Vornamen?
Manchmal sogar mit Nachnamen?
 
- Johanna -
War eine Mitschülerin und spätere Freundin,
als wir an der Grenze zur Französisch sprechenden Schweiz wohnten.
Sie selbst war auch eine Deutschschweizerin,
sprach allerdings beide Sprachen fliessend.
Sie war Bildschön.
Langes Haar bis zur Taille,
Es glänzte wie schwarze Seide.
War streng nach hinten gekämmt
und mit einem Haar Reif oder Band gehalten.
Johanna hatte strahlend blaue Augen.
War ein Mädchen,
dass eher zurückhalten wirkte.
Keine unnötigen Worte sprach,
doch wenn...
so wirkte sie viel älter als 10 jährig.
Ihr Teint war immer etwas gebräunt.
So wie das bei Italienern oft der Fall ist.
 
In meiner Fantasie muss so Schneewittchen ausgesehen haben.
Johanna musste adlig sein.
So glaubte ich.
Sie schritt immer wie eine Prinzessin daher,
Kerzengerade und aus heutiger Sicht,
sehr kontrolliert.
Sie lag bei mir in der Beliebtheitsscala ganz oben.
Ich bewunderte sie.
War Gefühlsmässig sogar irgendwie...
 sowas...
mmmmhhhh!
 wie kurz vor verliebt.
Wie das halt so sein kann,
 wenn man knappe 10 Jahre jung ist.
Gesagt habe ich es ihr nie.
 
Johanna wohnte in einem Alten Herrschaftshaus in der Altstadt.
Man durchschritt ein Eisentor mit Blutroten Rosen,
um durch eine kleine Gartenanlage,
 mit Buchshecken,
 zum Hauseingang zu gelangen.
Ich holte Johanna und ihren Bruder so oft es ging zu Hause ab.
Denn ihres war das Gegenteil von meinem.
Für mich schien es immer,
 als würde ich in eine andere Welt eintauchen.
 
Was wohl aus Ihr geworden ist?
Bestimmt hat sie einen Aristokrat geheiratet?
Oder einen Scheich?
hahahaha...
 
und wenn ich es mir so überlege...
könnte Johanna auch den Sommer, Herbst und Winter
ins Land bringen.
Egal - denn ich verknüpfe den Namen immer mit etwas Positivem.
Selbst wenn sie als Blitz und Donner Tante eingesetzt würde.
*hihihihihi...*
 
Eigentlich schön,
wenn man mit seinem Namen solche Erinnerungen hervorrufen kann...
Doch Du weisst das bestimmt aus eigener Erfahrung,
das Gegenteil gibt es auch.
*hahahaha*!
Wenn ich da an M. aus meiner Klasse denke.
Die hässlichste Petze und Fallenstellerin auf diesem Planeten.
Mit deren Namen hätte man ungeniert einen Orkan
 oder eine Windhose benennen können.
*hahahaha!*
Auch dieser Name waren prägend.
Oder kennst du etwa nicht das Gefühl,
 wenn Dir jemanden vorgestellt wurde, 
Du etwas mit dem Namen assoziiertest?
Manchmal am liebsten die Hand zurück ziehen möchte.
Nicht Böse oder Unhöflicherweise,
 ne,
 eher aus Eigenschutz!
*hahahaha!*
 
Aber aufgepasst!
 
Umgekehrt ist auch gefahren!
Was bringen wohl meine Gegenüber mit meinem Namen in Verbindung?
Das würde mich schon auch interessieren.
Doch keine Angst,
ich starte keine Umfrage.
*grins*
 
Ach!
Nicht gewusst?
Nach mir werden Regenbogen
und Sonnentage benannt!
Ne Spässchen -
aber,
dass wäre doch eine hübsche Idee.
hahahahaha
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