Samstag, 1. April 2017

Wie man sich bettet ....Teil 2

Nach der Waschküchen Übernachtung im Aosta Gebiet,
 ging unsere Fahrt weiter durch Bella Italia.
 
Nach einem Tag auf dem Stahlross (Tenere 600er)
über die Assietta Kammstrasse (für Bilder hier anklicken)
landeten wir Abends in einem hübschen malerischen Ort.
Eine kleine Pension bot uns eine Unterkunft mit Abendessen.
Ach! Tat das gut aus der Lederkluft steigen zu können.
Eine Dusche sollte die nötige Erfrischung bringen.
Doch was war das?
Wie in einem Slapstick,
 floss das Wasser beim aufdrehen des Hahn,
 anstelle in die Wanne,
aus der Armatur des Gegenüberliegenden Waschbeckens.
Also rasch Brauseknopf zu,
dann aus der Wanne steigen
 - natürlich mit einem Lachen -
um am Lavabo den Hahn aufzudrehen.
E Voila!
Nun konnte geduscht werden.
 
Im übrigen war es nicht das einzige Kuriosum.
Sondern,
ähnlich verhielt es sich mit den Stromquellen.
Nachttisch Lampe an,
Deckenbeleuchtung strahlt.
Deckenbeleuchtung an,
Nachttischlampe an oder aus...
hahahaha!
Wo ist die versteckte Kamera,
riefen wir lachend.
 
Am späten Abend...
Mein Schatz immer in Sorge um sein Motorrad,
fragte den Wirt wo wir es in Sicherheit hinstellen könnten.
Dieser zeigte uns eine Stelle neben dem Haus.
Um ganz sicher zu gehen,
 drehte Schatz beim Gartentor den Schlüssel
 und verstaute den in seinem Hosensack.
Nachts wurden wir Beide mal kurz wach,
weil draussen jemand randalierte.
Schliefen dann aber sofort wieder ein.
Am nächsten Morgen als wir unser Motorrad wieder bepacken wollten,
sahen wir,
dass jemand das Gartentor eingetreten hatte.
Später stellte ich heraus,
das dies zugleich der Zugang zum Nachbar Haus gewesen ist.
Und als Nachts der Hausherr zu seinem Heim wollte,
stand er vor verschlossenem Tor.
Da wurde er so wütend das er es einfach eingetreten hat.
Der Schlüssel wurde von Schatz mit einer kleinen schriftlichen Entschuldigung,
 auf das Gartenmäuerchen gelegt.
 
Die Nacht begleitete uns nicht nur mit diesem kurzen Randalen Intermezzo,
sondern mich auch mit einem etwas seltsamen Taum.
In diesem sah ich eine Bergstrasse,
 an dem eine Gruppe schwarz gekleideter Menschen entlang ging.
Bei genauem hinsehen entdeckte ich,
dass in ihrer Mitte einige Männer einen Sarg trugen.
Alle schienen sehr traurig,
obwohl ich keine Gesichter erkennen konnte.
 
Am nächsten Tag bei einem leckeren Frühstück mit frischen süssen Brötchen,
erzählte ich meinem Schatz von dem Traum.
"Was du wieder träumst..."
sagte er Kopfschüttelnd.
Damit war dieses Thema abgehakt.
 
Einige Zeit später waren wir wieder voller Tatendrang unterwegs in Richtung Sestriere.
Es rollte sich gut, 
Bergab - bei etwa 80 Stunden Kilometer.
Da...
 plötzlich sah ich auf der linken Strassenseite,
 ein Gruppe schwarz gekleideter Menschen. 
Ich schrie:
"Haaaalt!"
 
Schatz stieg Gott sei Dank sofort in die Eisen,
denn kurz darauf fuhren wir mit minderer Geschwindigkeit,
 in einen Stockdunklen Tunnel
und...
Diesem fehlte der Strassenbelag.
Keine Baustellen Schilder,
keine Warnung...
dafür Schotter auf dem unser Motorrad nun irgendwie schwamm.
Nicht genug machte der Tunnel auch noch eine Kurve.
 
Ich kann es nur noch mal erwähnen,
Gott sei Dank!
War unsere Geschwindigkeit mittlerweile so gedrosselt,
dass wir heil aus dieser Geschichte kamen.
Nicht auszudenken,
 was passiert wäre...
 wenn wir mit den dort angegebenen 80
 in den Tunnel gebrettert wären.
 
Auf dieser Reise mussten uns anscheinend mehr,
 als nur ein Schutzengel begleitet haben.
Und der Traum in diesem kuscheligen Bett,
tat sein übriges.
Wie man sich bettet so träumt man,
könnte man hier vielleicht sagen.
Kommentar veröffentlichen