Dienstag, 4. April 2017

Wie man sich bettet ....Teil 3

Wie schon so oft waren wir wieder mit dem Motorrad unterwegs.
Diesmal machten wir Frankreich unsicher.
Es zeichnete sich inzwischen,
 als unser Favorit in Sachen Urlaub aus.
 
Den Ganzen Tag fuhren wir in Richtung Spanische Grenze,
 in brütender Hitze.
Bei unseren Pausen tranken wir warmes Wasser aus der Flasche.
Der viel zu heisse Wind blies uns nicht nur ins Gesicht
und trocknete uns aus,
nein -
er verlangte meinem Schatz so einiges an Fahrgefühl.
Auf einer Strecke nach Marseilles war es gar so schlimm,
dass es uns vorkam als wären wir auf einem Segelschiff.
Der heisse Teer und der Wind,
eine Kombi die nicht so einfach ist.
Ich sass ganz flach atmend auf dem Stahlross
und wusste jede Bewegung hätte uns zu Sturz bringen können.
 
Wie dem auch sei-
auch in Frankreich wird es dunkel
und einmal mehr waren wir auf der Suche nach einer Unterkunft.
Es war mittlerweile schon gegen 22:00 oder noch vielleicht später.
Da entdeckten wir ein Herberge an der Strasse nach Narbonne.
Der Besitzer antwortete auf unsere Frage nach einem Zimmer
mit einem kargen Ja.
Ebenso als wir uns nach der Möglichkeit noch Essen zu können erkundigten.
 
Es gab keine Karte.
Dafür wurde uns etwa 15 Minuten später je ein Teller mit Braten,
Gemüse und Kartoffeln serviert.
Schatz hatte zwischenzeitlich sein Motorrad hinter einen Gitterverschlag geparkt.
Kam mit einem Gesicht zurück das nicht wirklich Positiv schien.
"Also - wir sind hier an einem komischen Ort gelandet."
So seine Worte
"Hinter dem Haus sieht es aus als wären wir im Ghetto.
wie in den Slums von Amerika."
Ich war noch nie in Amerika...
doch konnte ich mir in etwa vorstellen was gemeint war.
"zum Glück konnte ich mein Mädchen
(so nannte er sein Motorrad immer )
wegschliessen."
ich schmunzelte!
Da war wieder seine Fürsorge...hahaha!
Egal wie wir schliefen...hahaha!
Hauptsache sein Motorrad war sicher.
 
Das Zimmer hatten wir noch nicht gesehen.
Doch schon bezahlt.
Darauf bestand der Wirt,
 nach dem Servieren eines von uns nicht bestellten Desserts.
Lecker war es!
 
Ok!
Nun wollten wir das Zimmer sehen.
Oooooh!
Wie hübsch!
ein Zimmer total in Rot.
Die Tapeten in dieser Farbe waren aus Samt,
oder so ähnlich.
Ich war hin und weg.
"Wer hätte das vermutet in den Slums"
lachte ich und schon rief ich begeistert.
"guck mal!"
Dabei zeigte ich auf das Bidet im angrenzenden grossen Badezimmer.
"alles super sauber
und die Bettwäsche riecht super.
Das Bett selber riesig
und soooooo weich.
Als wäre man auf Seegang."
Mit dieser Aussage schwang ich mich aufs Bett.
 
Am nächsten Morgen öffnete ich die Fensterläden
und mein Blick fiel direkt über die Strasse
auf einen Friedhof.
"Schaaaaatz!
guck mal - der sieht aus wie aus dem Film
"Tanz der Vampire"
Bestimmt tanzten da Nachts die Zombie`s"
Schatz lachte:
"Du wieder mit deiner Fantasie...
"Komm reiss dich jetzt los,
 von deinem herunter gekommenen Friedhof
und lass uns packen."
 
Wir hätten gut oder sogar prächtig geschlafen,
wenn nicht die ganze Nacht die Feuerwehr,
Krankenwagen und Polizei mit Horn
und Blaulicht vorbeigedonnert wären.
In der Nähe von Narbonne war ein Steppenfeuer ausgebrochen
 und viele Hektaren Land brannten lichterloh.
Dies erfuhren wir beim Frühstück,
aus den Nachrichten,
die aus einem Radio gesendet wurden.
Wir waren die Einzigen im Raum.
Doch Morgenessen stand nett angerichtet,
 in der rustikalen Stube bereit.
Bis zu unserer Abreise war wirklich niemand zu sehen.
 
Als wir gingen,
 hinterliessen wir einfach den Schlüssel auf dem Tresen.
Das Motorrad,
 wurde natürlich vorher aus seinem Nachtlager hinter Gittern herausgeholt.
Da wusste ich was Schatz gemeint hatte.
Es sah wirklich wie in einem fiesen Krimi aus.
"Kein Vergleich mit den Zimmern"
sagte ich zu Schatz
"Die sahen eher aus wie in einem hübschen Bordell
oder Stundenhotel"
(kannte ich natürlich Beides nur aus Krimis)
 
Schatz schmunzelte nur
und meinte:
"Ah ja - Was denkst du denn wo wir genächtigt haben?"
hahahahaha!
 
Wie man sich bettet...
so liegt man...
hahahaha!
aber lebt es nicht unbedingt!
gröhl!

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