mein Wert...

Vor vielen Jahren als sich mein Schatz Beruflich veränderte, war ganz rasch klar, dass die gemeinsamen Mittagessen der Vergangenheit angehören werden. Erst fiel das gar nicht ins Gewicht meines Alltags. Doch mit der Zeit wurde mir bewusst, dass das «nichts essen» oder das «Sandwich Zeitalter» von mir eingeläutet wurde. Kilomässig konnte ich dies auch nicht leugnen, verlor ich doch Pfunde ohne mit der Wimper zu zucken. Heute wäre das eher erwünscht, ich meine das mit dem purzeln der Kilos, doch damals mit einem Gewicht von 50 Kilo, war es schon von Vorteil diese auch halten zu können. Ganz rasch war mir klar, dass diese Ernährung nicht nur einseitig, sondern auch zu einer ungesunden Marotte werden konnte.

«Wie viel bin ich mir selber Wert?»
Einen Satz den ich mir immer wieder mal gestellt habe, nicht nur wenn es um das Essverhalten ging. Es war beim Zigaretten- & dem stark übertriebenen Kaffee Konsum, wie auch bei anderen Dingen so. Beides ist seit unzähligen Jahren von meinem Genussplan gestrichen. Genuss! *Hahahaha* da lachen ja die Hühner….
Etwa Zeitgleich sah ich interessanterweise eine Sendung, (was für ein Zufall - hihihihi) die bei mir so richtig einfuhr. Dabei ging es drum, dass Kinder von Suchteltern (Vater war Alk- & Tablettensüchtig – zudem Raucher) praktisch immer das Verhalten der Eltern aufnehmen. Wenn nicht mit den selben Suchtmitteln, dann trotzdem immer anfällig für die Sucht bleiben. Was für ein Schlag und das im Doppelten Sinn. Da wollte ich doch immer anders sein als meine Eltern und ein «Suchti» Oh Gott - das schon gar nicht. Doch um beim Essens Thema zu bleiben… Wie sollte ich die neue Situation auffangen? Wie meine Trägheit, wenn es um das Zubereiten von Nahrungsmittel ging ändern?    Eine 2. Wichtige Frage musste her.
«Auf was hast du Lust»
An dem Tag – meinem ersten, an dem ich mir vorgenommen habe ab jetzt auch richtig für mich zu kochen, war es…… Fondue. *Hahahaha* Ich erinnere mich, als wäre es erst heute gewesen und auch an die Aussage einer Freundin «also ne! Das würde ich nur essen, wenn wir mindestens zu zweit, doch noch lieber in der Gruppe sind. Der Aufwand rentiert sich sonst nicht»
Meine Antwort dazu: «Also, wenn ich meinen neuen Plan mit einer solchen Aussagen beginne, bin voll unglaubwürdig. Dann mache ich mein eigenes Vorhaben zum Gummiparagraphen und bin zuletzt wieder bei Sandwich, Zigaretten, Kaffee und sonst nichts. Dann muss ich ehrlich sagen, ich kann es grad ganz bleiben lassen.»
«Und?» fragte sie neugierig «hast du Dir echt Fondue gemacht?» Ich grinste sie an und nickte. «Ja – ich habe allerdings ein Stehfondue kreiert. Das ist, wenn das Caquelon zu gross für eine Portion ist und man das Ganze mit der Gabel in der Hand, am Herd stehend, aus einer normalen Pfanne geniesst.» Wir lachten «Und weisst du was?» sagte ich zu ihr «es war die leckerste Käsesuppe (das sagte ein Freund aus Deutschland immer dazu) die ich je gegessen habe.»Seit diesem Tag koche für mich, egal was es ist – Hauptsache es erfüllt meine Frage «auf was habe ich Lust» Den das Menu beantwortet automatisch die Frage «wieviel Wert bin ich mir»
Letzte Woche habe ich mir eine Calzone gemacht.
Soooooo lecker!
 
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